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Folge 124: Ein Merlot, der unter schwierigsten Bedingungen gerettet wurde

Als Weintrinker kann man das Leben der Winzer kräftig idealisieren. Oder man kann akzeptieren, was es wirklich ist: Eine landwirtschaftliche Tätigkeit, bei der man manchmal mit vielen Widrigkeiten kämpft.

Unsere heutige Folge ist ein wunderbares Beispiel dafür. Wir trinken einen Merlot der Cantina Blass aus dem Tessin. Als wir die Flasche öffneten und einen ersten Schluck zu uns nahmen, waren wir höchst irritiert: Der Wein zeigte sich äusserst wechselhaft. Einerseits wirkte er sehr zugänglich, dann wieder äusserst irritierend.

Ein Anruf beim Winzer brachte dann des Rätsels Lösung: Wegen falschem Mehltau musste schnell geerntet werden; das Material war auf der Kippe, aber man hat sich dann entschieden, doch einen Wein daraus zu keltern. Beim Stabilisieren dann hat man vielleicht etwas zuwenig vor- und nachgegeben, was dann zu der oben erwähnten Schwankung führte.

Ist der Wein deswegen ungeniessbar? Keinesfalls. Im Gegenteil, er ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie man aus einer schwierigen Situation das Beste rausholt. Und alles Weitere erklären wir euch in dieser Folge. Hört rein!

Der Wein: Merlot «Mathilde», Cantina Blass, 2023

Der Preis: 25 Franken

Wo kaufen: Er ist direkt ab Weingut erhältlich. Derzeit ist er ausverkauft, darum lohnt sich gelegentliches Nachfragen. Hier geht es zur Website der Cantina Blass.